Uwe Prodinger

Uwe Prodinger

Beruf: Pilot
Berufung: Segelflieger

18 Flugzeuge der verschiedensten Bauarten und Wettbewerbsklassen stehen den Piloten der Fluggemeinschaft Innsbrucker Segelfliegervereinigung/Union Karwendelhorst zur Verfügung, um den Urvätern des modernen Segelfluges nachzueifern, beziehungsweise selbst neue Segelfluggeschichte zu schreiben.

Mit der Lage des Flughafens Innsbruck ist es uns möglich, sowohl thermische Bedingungen, als auch Hangwindwetterlagen für weite Streckenflüge zu nutzen. Schon achtmal konnte die magische 1000 km Grenze überboten werden.

Streckenflüge über 1000km.

Je nach Startzeit beginnt der Tag eines Streckenfluges meist sehr früh, um in Ruhe alle erforderlichen Vorarbeiten erledigen zu können. Bei thermischen Bedingungen haben sich in Innsbruck Startzeiten zwischen 9.00 und 11.00 Uhr herauskristallisiert.

Sollte aber ein Föhnstreckenflug geplant sein, gilt es den Tag bereits ab dem frühen Morgengrauen zu nutzen, um die gewaltigen Energien des über die Berge brausenden Föhnsturmes nicht zu vergeuden.

Der Erfolg des Piloten ist maßgeblich von der Anzahl seiner richtigen Entscheidungen abhängig, die beinahe minütlich zu treffen sind. Gelingt es ihm über den ganzen Flugtag die Anzahl seiner Fehler bezüglich Wetterentwicklung und Flugtaktik auf ein Minimum zu beschränken, stehen ihm Tür und Tor zu großen Leistungen offen. Dabei ist dann natürlich mit dementsprechend langenFlugzeiten zu rechnen. 10 - 13 Stunden sind da keine Seltenheit. Die Flughöhen in welchen man sich bewegt, können in thermischen Verhältnissen bis zu 4500 Meter betragen, unter Wellenflugbedingungen, wie sie beispielsweise bei Föhn entstehen, wurden in Innsbruck schon Höhen an die 10.000 Meter erflogen. Auch internationale Flüge sind mit dem Startort LOWI keine Seltenheit. Bayern, Südtirol, Slowenien und die Schweiz sind durchaus erreichbare "Ausflugsziele" der Innsbrucker Segelflieger.

10 - 13 Stunden Flugzeit sind keine Seltenheit.

Die Innsbrucker Segelflieger Vereinigung hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht besonders junge Piloten zu fördern. So wird jedes Frühjahr ein spezielles Juniorentrainingslager in Südfrankreich abgehalten. Dort hat der Nachwuchs die besten Möglichkeitn mit Fluglehrern und Trainern des Vereins professionellen Strecken- und Wettbewerbsflug zu trainieren. Diese Arbeit bewährte sich. So konnten die Junioren der ISV schon zahlreiche Meistertitel und Spitzenränge in nationalen- und internationalen Bewerben, ja sogar auf Weltmeisterschaften erzielen.